Termine & Angebote

08.Juni 2020

Wanderung mit Helferfest für die Aktiven und Baumpaten. Geführte Wanderung Richtung „Lützelacht“ (Kleine Acht) mit Erkundung des dortigen Bergsees und der Rückkehr über den Ortsteil Hochacht über die Quelle des Frauentalbaches hin zur Streuobstwiese. Abschluss auf der Wiese mit Begutachtung der Situation der Streuobstwiese. Befestigung der Baumtafeln, die Übergabe der digitalen Baumbücher und die Aushändigung der Baumpatenurkunden fanden statt.

Angebote

Baumschnittkurse

Eine der wichtigen Aktivitäten eines Vereins ist die Pflege von jungen und alten Bäumen, damit sie gesund bleiben und Obst tragen. Baumschnittkurse gehören zu dieser Pflegearbeit.

Ein kleiner Bericht von einem Kurs

Bei jedem Baumschnittkurs gibt es viele Fragen: Wie kann ich meinem Baum Gutes tun? Wie schneiden oder doch nicht schneiden? Beredte Antworten theoretischer und praktischer Art gab Hildegard Frings, Agraringenieurin und Gärtnerin aus Nettersheim beim Baumschnittkurs in Antweiler. Warum überhaupt schneiden, geht es nicht ohne? Klare Antwort von Frings: „Die Natur ist nicht darauf angelegt, dem Menschen möglichst viel schönes, großes Obst zu bescheren, sondern allein auf Fortpflanzung, auf Vermehrung – auch und gerade über kleine Früchte in großen Mengen, für den Menschen wirtschaftlich wenig interessant.“ Also macht sich der Mensch daran, die Menge über den Baumschnitt zu begrenzen, die Früchte somit zu vergrößern, sie für den Menschen nutzfähig zu machen. Eindeutiger Schluss: Wer das nicht will, der kann für die Natur, für die Vögel, für die Vermehrung viele Früchte am Baum zulassen, der braucht keinen Baumschnitt!

Egal ob der Baum 3 oder 70 Jahre alt ist – ganz wichtig für alle: Betrachten des Baumes von allen Seiten, Überlegungen anstellen, wie soll der Baum in 5 Jahren, 10 Jahren oder noch weiter hinaus aussehen? Schneiden heißt: Ich zwinge dem Baum ein Gesicht auf! Die Auffassung „besser falsch schneiden als gar nicht“, lässt Teilnehmer/in den Mut beim und zum Schnitt aufkommen. Auch wenn nicht alle mit dem „gemeinsamen“ Ergebnis am 10-jährigen Baum aus ästhetischen Gründen zufrieden waren, die Notwendigkeit zum Schnitt wurde eingesehen – das Ergebnis lässt sich in zwei bis drei Jahren sehen.

Neue Termine zum nächsten Baumschnittkurz finden Sie unter Termine.

Obstpresse

Gewinnung von Saft mit der mobilen Obstpresse

Eine der möglichen Nutzungen der Ernte von Obstbäumen bzw. einer Streuobstwiese ist das Pressen von Obst, hier das Verarbeiten von Äpfeln zu Saft! Seit seiner Gründung in 2011 bietet der Verein an, dass Menschen aus der Region ihre Äpfel an einem in den Medien veröffentlichten Termin im Herbst nach Antweiler zu einer mobilen Presse bringen können – mit Voranmeldung zu festen Zeiten oder auch ohne Voranmeldung mit Wartezeit, um ihre eigenen Äpfel zu Saft verwerten zu lassen. Die Äpfel werden in Kisten im Kofferraum von Privatwagen und in Wäschekörben auf den Anhängern von Traktoren gebracht.

Apfelsaft

Die Qualität der Früchte bestimmt die spätere Qualität des Saftes! Also sollte das Obst sauber und ohne faule Früchte sein, umso besser bzw. aromatischer wird der Saft, vor allem wenn verschiedene Apfelsorten vermischt werden. Die Betreuer der mobilen Pressanlage nehmen eine Sortierung nach immer noch ungeeignetem Obst („faule“ Äpfel) vor. Die Anlage hat eine Wascheinheit, in der die Äpfel kräftig gereinigt werden. Nach dem Waschen werden die Äpfel automatisch zerkleinert und landen auf einer Packpresse. Der aus der Maische gepresste Saft läuft weiter zum Pasteurisator. Hier wird der Saft schonend auf etwa 80° C erhitzt und anschließend heiß abgefüllt, um die natürlich vorkommenden Hefen zu neutralisieren. Sonst würde der Saft in eine natürliche Gärung übergehen und (Apfel-)Wein entstehen. Hierdurch wird der Saft auch haltbar gemacht … ganz ohne weitere Zusätze.

Zum Abfüllen verwenden die Betreiber Kunststoffschläuche mit Zapfhahn für 5 bis 10 l Inhalt. Diese kommen in einen Karton. Die Abkühlung sollte zu Haus möglichst schnell in einem kühlen Raum oder in einer Kühlanlage erfolgen. Das BAG-IN-BOX System bietet viele Vorteile, denn einmal angebrochen ist der Saft mindestens 6 Wochen haltbar, da keine Luft eindringen kann. Als unangebrochenes Gebinde kann der Saft problemlos bis zur nächsten Erntesaison aufbewahrt werden. Zum Lagern wird nicht viel Platz benötigt und es entsteht kaum Abfall, denn der Karton kann im nächsten Jahr wiederverwendet werden.

Hinweis: Wer lieber mit guten Gründen Obstsäfte in Flaschen abgefüllt haben mag, der kann das an einer stationären Obstpressanlage vornehmen lassen. Adressen wohnortnah bitte anfragen: info@streuobst-eifelahr.de

 

Anpflanzen von jungen Bäumen

Herbstzeit ist nicht nur Erntezeit, sondern auch aktive Zeit zum Pflanzen von jungen Obstbäumen. Der Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V.“ ruft seit seinem Bestehen jährlich zur Bestellung von 2-3 jährigen Bäumchen verschiedener Arten und Sorten auf.
Nachfragen für 120 bis zu 150 Pflanzen gehen beim Verein ein und die Baumschule Neuenfels (http://www.baumschule-neuenfels.de) aus Königswinter liefert an. Die Bäume wurden abends zuvor in Königswinter aus der Erde genommen, sind wurzelblank und teils mit langen Trieben und noch mit Laub versehen.

Kappen: Oben wie unten

Die Triebe müssen nach dem Einbringen in die Erde (erheblich) gekürzt werden. Das gilt auch und gerade für den Leittrieb in der Mitte (Stammverlängerung), die anderen Triebe müssen noch stärker gekürzt werden. Die freiliegenden größeren Wurzeln müssen angeschnitten werden, die feinen Saugwurzeln müssen unbeschädigt bleiben. Ziel ist die Balance zwischen oben und unten. Die Äste in der kleinen Krone müssen proportional zum Wurzelwerk sein, damit der Baum richtig anwachsen kann.

Pflanzen: gut wässern

Eine Nacht im Wasser oder mehrere Tage eingeschlagen in lockere Erde überstehen die Pflanzen ohne Probleme, doch dann ist es Zeit für das Einpflanzen. Das Bäumchen sollte möglichst schnell in das Pflanzloch von etwa 80cm mal 80cm und ebensolcher Tiefe mit lockerer Erde umgeben sein, die nachher mit dem Fuß „locker“ festgetreten wird – der Stützpfahl für den Baum sollte vorher eingeschlagen sein, damit die Wurzeln unbeschädigt bleiben. Der Herbst ist für die meisten Fachleute die bessere Zeit dafür, weil die Wurzeln allein die Aufgabe haben, sich mit Sauerstoff aus der Erde zu versorgen. Hingegen kommt im Frühjahr die weitere Versorgung mit Nährstoffen in der Krone dazu, also insgesamt dann eine größere Belastung, die dem Baum im Herbst erspart bleibt.